78. Mahnwache: Pippi Langstrumpf und die Politik

In der Beschriftung unseres Standes ist nicht nur von Frieden die Rede, sondern auch von Wahrheit. Dieser Hinweis ist insofern wichtig, weil unsere politische Kaste überhaupt nicht in Wahrheitskategorien denkt. Jahrhunderte hindurch galt es als Binsenweisheit, daß es eine objektive unveränderliche Wahrheit gibt, die völlig unabhängig davon ist, was die Menschen meinen oder beschließen. So würde zwei mal zwei selbst dann vier bleiben, wenn alle Menschen meinen sollten, es sei fünf, auch dann, wenn der Bundestag beschließen sollte, es sei fünf, und wenn das Bundesverfassungsgericht dies bestätigen würde. Im Unterschied zu dem, was selbstverständlich sein sollte, prägt heute die Denkweise von Pippi Langstrumpf das gesamte öffentliche Leben, sowohl die Politik als auch die Rechtsprechung. Bekanntlich sagte Pippi Langstrumpf: „Ich bau mir eine Welt, wie sie mir gefällt“. Und entsprechend handelte das Kind und scherte sich einen Dreck um irgendwelche Naturgesetze, sondern setzte sich souverän über diese hinweg, indem es ein Pferd trug, das immerhin 600 kg wiegt. Wir sollten Pippi Langstrumpf nicht als Kinderliteratur abtun. Denn Erwachsene haben diesen Schwachsinn verfaßt, gedruckt und verbreitet. Erwachsene indoktrinieren die Kinder mit ihrer Dummheit. Dieses Gleichsetzen irgendwelcher Wahnvorstellungen mit der Wirklichkeit finden wir schon bei Hegel, der in seinem berühmten Machwerk Phänomenologie des Geistes schrieb: „sein [des Selbstbewußtseins] Denken ist unmittelbar selbst die Wirklichkeit“.1 Die nach Hegel benannten Straßen deuten darauf hin, daß er keineswegs ein Außenseiter ist, sondern daß sein mit „Denken“ verwechselter Schwachsinn in die deutsche Geisteskultur eingegangen ist. Ein geistiger Sohn von Dr. Hegel war Dr. Karl Heinrich Marx. Und dessen Gleichsetzung von Wahnvorstellungen mit der Wirklichkeit hat überall in der Welt ein Desaster in de Wirtschaft zur Folge. In der Sowjetunion waren Menschen verhungert, und die Folgen der DDR-Mißwirtschaft wirken noch heute nach.

Auch die Schulen vermitteln die Gleichsetzung von Wahnvorstellungen mit der Wirklichkeit, und zwar durch Lessings Ringparabel: Ein Vater hatte einen Ring, der Glück brachte, aber drei Söhne. Wem von ihnen sollte er den Ring vererben? Die drei Söhne stehen für die Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam. Deshalb fertigte er zwei Kopien an und gab jedem Sohn ohne Wissen der anderen den angeblichen Originalring. Nach dem Tode des Vaters stritten die Söhne darüber, wessen Ring das Original sei. Lessings Antwort ist folgende: Es sei nicht entscheidend, welcher Ring das Original ist. Entscheidend sei dagegen die felsenfeste Überzeugung, den Originalring zu besitzen. Doch was ist, wenn die Schüler dieses „Schulwissen“ im Leben anwenden und Kopien von Geldscheinen anfertigen? Denn aus dem, was sie durch Lessings Ringparabel in der Schule gelernt haben, könnten sie schlußfolgern, daß es unwichtig sei, ob ein Geldschein ein Original oder eine Kopie ist. Entscheidend sei dagegen, daß dessen Empfänger felsenfest davon überzeugt ist, ein Original zu erhalten, das ursprünglich von der Zentralbank ausgegeben worden war.

Gegen all diesen Schwachsinn, es gäbe keine objektive unveränderliche Wahrheit, sagte Jesus Christus dem Pilatus: „Ich bin ein König. Ich bin dazu geboren und in die Welt gekommen, daß ich die Wahrheit bezeugen soll. Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“. Darauf Pilatus: „Was ist Wahrheit!“ (Joh. 18,37f). Das Fragezeichen, das gewöhnlich in Bibelübersetzungen steht, stammt von den Übersetzern. Die Apostel haben aber ein Griechisch ohne Satzzeichen geschrieben. Pilatus fragte somit nicht, was Wahrheit ist, sondern er meinte zu wissen, daß es keine Wahrheit gäbe. Jesus steht somit in einem Gegensatz zu Pilatus und zu den Philosophen vor ihm und nach ihm. Der König der Wahrheit steht im Gegensatz zu Lessing, zu Hegel, zu Marx und zu Pippi Langstrumpf. Nach der Predigt Jesu gibt es eine Wahrheit, die völlig unabhängig davon ist, was die Leute meinen und was sie hören wollen. Und so sprach Jesus auch Wahrheiten aus, die nicht jedem gefielen; und seine Gegner trachteten danach, ihn zu ermorden. Auch heute gefällt nicht jedem alles, was Christus uns sagen will; und sogar in den Kirchen werden wesentliche Bereiche seiner Botschaft verschwiegen. Verschwiegen wird zum Beispiel, daß wir nach dem Tode Christus als unserem Richter begegnen werden. Verschwiegen wird, daß es ein höllisches Feuer gibt, das die Zukunft derer ist, die anders leben als es das Gotteswort lehrt. Wie sich Pippi Langstrumpf eine Welt baut, wie sie ihr gefällt, so wird in den Kirchen das Gotteswort so zurechtgebogen, wie es den Kirchgängern gefällt. Da werden außereheliche Kontakte verharmlost. Verharmlost wird die Ermordung der Kinder, die daraus hervorgehen. Da wird die von Gott gestiftete Ehe auf eine Verbindung zwischen Männern oder zwischen Frauen ausgeweitet. Im Jüngsten Gericht ist aber nicht entscheidend, was irgendwelche Menschen für Sünde halten, sondern was Gott in seinem Wort eine Sünde nennt. Nochmals: Wir mögen meinen was wir wollen, doch entscheidend ist die objektive Wahrheit, die völlig unabhängig davon ist, was wir denken. Diese Wahrheit gilt es zu erkennen. „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ – sagte Jesus dem Pilatus.

Die Gesinnung Christi, die ein Denken in Wahrheitskategorien bewirkt, hat Auswirkungen auf alle Lebensbereiche. Nur durch dieses Denken wird Wissenschaft überhaupt erst möglich. Denn Wissenschaft ist Wahrheitsforschung. Dagegen baut sich ein Ideologe oder ein Vertreter des Aberglaubens wie Pippi Langstrumpf oder Lessing oder Dr. Hegel oder Dr. Marx die Welt so, wie sie ihm gefällt. Nach dem, was ihm gefällt, wählt er Tatsachen aus, erfindet sie, biegt sie zurecht oder ignoriert sie, je nachdem, wie er es braucht. Ein Beispiel ist der Rauswurf von Martin Hohmann aus der CDU durch Dr. Merkel. In einer Rede am 3. Oktober 2003 sagte Hohmann, daß atheistische Juden unter den bolschewistischen Verbrechern in der Sowjetunion erheblich überrepräsentiert waren. Damit wollte Hohmann zeigen, daß die Abkehr von Gott viele Verbrechen hervorbringt. Daß atheistische Juden bei den bolschewistischen Verbrechern erheblich überrepräsentiert waren, ist unter Historikern unumstritten. Weil diese Tatsache niemand widerlegen kann, deshalb darf sie nicht ausgesprochen werden. Auch hetzte Frau Dr. Merkel gegen Thilo Sarrazin. Dabei ist nirgendwo zu erfahren, was dessen Irrtümer oder Lügen sein könnten. Sein Buch sei unerträglich. Das zeigt, daß Frau Dr. Merkel ihre Doktorarbeit zustandegebracht hat, ohne das wissenschaftliche Denken, das für jeden Akademiker selbstverständlich sein sollte, zu verinnerlichen. Wie Pippi Langstrumpf baut auch sie sich eine Welt, wie sie ihr gefällt, und geht dabei rabiat gegen solche Störenfriede vor, die ihre Bautätigkeit durch unumstritten wahre Tatsachen behindern.

Wie sich Pippi Langstrumpf eine Welt baut, wie sie ihr gefällt, so bauten sich Kohl, Waigel, Merkel und Schäuble einen Euro, wie er ihnen gefällt. Wie Pippi Langstrumpf sich über die Naturgesetze hinwegsetzt und ein Pferd trägt, so ignorierten Kohl, Waigel, Merkel und Schäuble nicht nur die Gesetze der Ökonomie, sondern auch den mathematischen Unterrichtsstoff der Hauptschule. Denn fast alle Eurostaaten, einschließlich Deutschland, waren auf dem Weg in den Staatsbankrott. Durch den Zinseszinseffekt verdoppelt sich der Schuldenberg alle zwanzig Jahre. Somit war von Anfang an klar, daß irgendwann die „Solidarität“ der Nachzügler auf dem Weg in den Staatsbankrott mit den Vorreitern „erforderlich“ sein wird. Denn die Alternative wäre, daß Menschen deshalb sterben müssen, weil z. B. medizinischer Notdienst und Feuerwehr keinen Treibstoff haben und Geld weder vom Kapitalmarkt zu erhalten ist noch selbst gedruckt werden kann. Durch das Versprechen von Unabhängigkeit der Europäischen Zentralbank und des „no bail out“ setzten Wahlbetrüger Kohl (geistig-moralische Wende, keine Steuererhöhung für die deutsche Einheit) und andere ihre Lügentradition fort. Durch ihren verlogenen Politikstil geben auch die Politiker, die ein „C“ in ihrem Parteinamen führen, zu erkennen, daß sie nicht den Geist Christi haben, sondern daß der Teufel ihr Vater ist. Denn Jesus Christus, dessen Namen sie ständig verhöhnen, sagt vom Teufel: „Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Joh. 8,44).

Die Vorteile des Euro wurden hoch gepriesen, die Risiken aber bewußt verborgen. Das ist die verlogene Vorgehensweise des Teufels, wenn er die Menschen zur Sünde verführt. Dagegen nennt Christus die Kosten im voraus, die auf diejenigen zukommen, die ihm nachfolgen. Jesus sagt ihnen den Haß der Welt voraus. Er sagt: „Der Knecht ist nicht größer als ein Herr. Haben sie mich verfolgt, dann werden sie euch auch verfolgen“ (Joh. 15,20). Dagegen erzählen die Boten des Teufels den Grundschulkindern, daß Sexualkontakte ein „sehr schönes Gefühl“ bewirken und daß „mein Gefühl“, – nicht etwa das Gotteswort, sondern „mein Gefühl“ – „immer Recht“ habe. Genau das ist auch die Auffassung der Pädokriminellen und der Ehebrecher. Auf die Folgen ihres späteren Ehebruchs bereiten die Apostel des Teufels die Schulkinder ebenfalls vor. Sie erzählen ihnen etwas von „Schwangerschaftsabbruch“ und verschweigen, daß sie damit den Kindermord meinen. Jemand stellte Bilder wie dieses ins Internet und bekam Schwierigkeiten mit den Zensurbehörden. Solche Bilder würden Kinder und Jugendliche „desorientieren“. Sein vor einer Schule korrekt geparktes Auto wurde abgeschleppt, weil an ihm derartige Bilder angebracht waren. Ein You-Tube-Video des Verlobten von Judit Ranft, die auf dieser Mahnwache wiederholt gesprochen hatte, kann ohne Nachweis der Volljährigkeit nicht abgerufen werden, da es ebenfalls Bilder vom Kindermord enthält. Sind die Bilder echt, oder sind es Fälschungen? Um diese Frage geht es ebensowenig, wie es um die Frage ging, ob Hohmann oder Sarrazin lügen. Denn im Unterschied zu Jesus Christus, der ein König der Wahrheit ist, denken der Teufel und seine Boten nicht in Wahrheitskategorien, sondern sie agitieren. Zu diesem Zweck lügen sie wie gedruckt und unterdrücken besonders solche Tatsachen, die niemand widerlegen kann, z. B. die biologisch unumstrittene Tatsache, daß schwangere Frauen Menschen in ihren Körpern tragen.

Mord und Lüge als Handlungsweise des Teufels prägen auch die Kriegspolitik z. B. von Frau Merkel. Wie Pippi Langstrumpf baut auch sie sich eine Welt, wie sie ihr gefällt, eine Welt der Freundschaft mit Amerika und Israel. Der Staat Israel wurde durch den Irak bedroht, z. B. durch dessen Massenvernichtungswaffen und durch die im Bau befindliche Atombombe. Ersteres gilt heute als Irrtum. Doch wesentlich bedeutsamer ist der angebliche Bau einer Atombombe. Denn diesen kann man deshalb nicht als Irrtum entschuldigen, weil Dokumente über die angebliche Einfuhr von Uranerz aus Afrika gefälscht worden waren. Und CDU und CSU forderten, die Bundeswehr als Mörderbande im Irak zu mißbrauchen. Dabei ist es allgemein bekannt, daß Amerika schon immer Kriegsgründe herbeigelogen hat. Frau Merkel hatte doch miterlebt, daß der CIA eine falsche kuwaitische Krankenschwester präsentierte, die nach einer Schauspielausbildung in verdächtig gutem Englisch unter Tränen über die Entfernung kuwaitischer Frühgeburten aus ihren Brutkästen „berichtete“. In Amerika wird jemand hingerichtet, auch wenn er nur einen einzigen Menschen ermordet hat. Doch es ist nichts bekannt, daß die Lüge von den Frühgeburten, die vielen Menschen das Leben kostete, irgendwelche strafrechtliche Folgen gehabt hätte. Das kann doch nur daran liegen, daß diese Lüge von den höchsten Regierungsstellen gebilligt worden war.  Und wenn die gleichen Lügenbarone zwölf Jahre später uns etwas von Massenvernichtungswaffen erzählen und Dokumente über den Bau einer Atombombe vorlegen, dann fordert Frau Merkel vom damaligen Bundeskanzler Schröder, die Bundeswehr in den Irak zu schicken. Dadurch, daß das trotz der von ihr miterlebten früheren Lügen möglich war, erweist sich Frau Merkel als echte Tochter des Teufels, von dem Christus sagt: „Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Joh. 8,44).

Wie der Teufel denkt auch Frau Merkel nicht in Wahrheitskategorien. Das zeigt sich ebenfalls bei ihrer Reaktion auf den 11. September 2001. Als Oppositionsführerin hat sie die Ausrufung des Bündnisfalles mitgetragen mit der Konsequenz, daß deutsche Soldaten nach Afghanistan in den Tod geschickt wurden. Daß die Darstellung der amerikanischen Lügenbarone mit dem physikalischen Schulwissen unvereinbar ist, störte die promovierte Physikerin nicht. Damit ist sie mit Pippi Langstrumpf vergleichbar, die ebenfalls die Naturgesetze ignorierte, als sie ein Pferd trug. „Ich bau mir eine Welt, wie sie mir gefällt“ – derartige Wahnvorstellungen sind charakteristisch für Patienten der Psychiatrie, aber auch für Lessing, für Dr. Hegel, für Dr. Marx und für Dr. Merkel.

Auch Staatsanwälte und Richter denken nicht in Wahrheitskategorien und ignorieren sowohl Tatsachen als auch Naturgesetze. Das habe ich bei meinen vielen Prozessen immer wieder erlebt. Ich war fast zwei Jahre meines Lebens in Gefängnissen, ohne daß ich von irgend jemandem beschuldigt worden wäre, gelogen zu haben. Wie man ohne zu lügen ins Gefängnis kommt, darüber möchte ich, sobald ich die Gelegenheit erhalte, auf einer weiteren Mahnwache sprechen.

1 Phänomenologie des Geistes. In: Georg Wilhelm Friedrich Hegel: Sämtliche Werke. Hg. von Glockner, Bd. II, Stuttgart 1927, S. 183.

 

 

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