Was nicht gepredigt wird und auch nicht gepredigt werden darf

 

1.„Christlicher“ Götzendienst

Wir müssen unterscheiden zwischen der offiziellen Lehre, wie sie in den Dokumenten der Glaubensgemeinschaften formuliert ist, und dem, was wirklich geglaubt wird. Der oft gewaltige Graben wird durch Heuchelei überbrückt. Ein Beispiel ist, daß der Papst, um den Galilei als Ketzer verunglimpfen zu können, dessen kopernikanisches Weltbild verwarf. Erst der polnische Papst Johannes Paul II. (1978-2005) erkannte Kopernikus an. Bis zu diesem Papst war es römisch-katholische Kirchenlehre, daß sich die Sonne um die Erde bewege, während fast alle Katholiken selbstverständlich kopernikanisch dachten. Die Sache ist deshalb brisant, weil der Papst die Kirchenlehre nur auslegen, aber keineswegs ändern kann. Es bleibt die Aufgabe des Vatikans uns weiszumachen, daß trotz des Hin und Her mit Kopernikus die Kirchenlehre nicht geändert worden sei. Kurz nachdem Papst Johannes Paul II. den Kopernikus anerkannt hatte, hat er auch Darwins Evolutionslehre anerkannt; das natürlich in der „frommen“ Fassung, daß Gott durch einen langen Evolutionsvorgang die Vielfalt des Lebens, einschließlich den Menschen „geschaffen“ habe. Auf diese Weise ebnete der Papst den Katholiken den Weg in den Atheismus mit der Konsequenz des „Rechtes des Stärkeren“, wie es Hitler in Mein Kampf unter Berufung auf Darwin zeigte. Dadurch erscheint die von Jesus gepredigte und von seinen Nachfolgern praktizierte Sorge für die Kranken und Elenden als verwerfliche Auflehnung gegen die ehernen Naturgesetze. Natürlich wird Darwin – von Ausnahmen abgesehen – in keiner christlichen Glaubensgemeinschaft gepredigt. Doch das wäre ohnehin überflüssig, da dessen Lehre Allgemeingut ist. Da jeder weiß, daß das allen Predigern bekannt ist, kann deren Schweigen nur als Zustimmung verstanden werden. Man kann die Evolutionslehre der „christlichen“ Glaubensgemeinschaften lediglich nicht zitieren. Sie ist aber dennoch vorhanden und wirkt sich in dem aus, was nicht gepredigt wird, obwohl es gepredigt werden müßte.

Das gleichzeitige Nebeneinander von völlig entgegengesetzten Glaubensinhalten zum Teil in ein und derselben Person ist keineswegs neu. Zur Zeit Elias war der Baalskult gang und gäbe. Elia wäre ein falscher Prophet gewesen, wenn er diesen ignoriert und sich auf die Predigt des lebendigen Gottes beschränkt hätte. Seine „religiöse Intoleranz“ war aus politischen Gründen lebensgefährlich, so daß Isebel ihn töten lassen wollte. Die Feindschaft, die die schroffe Ablehnung des Heidentums mit sich bringt, wußte Aaron dadurch zu vermeiden, daß er seine priesterliche Tätigkeit mit dem Götzendienst verschmolz. Das Volk verlangte von ihm: „Mach uns einen Gott, der vor uns hergehe“ (2. Mose 32,1). Da fertigte Aaron das Goldene Kalb an. Die Menschen waren zufrieden. Denn sie sprachen: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!“ (2. Mose 32,4). Andererseits betrachtete Aaron sich keineswegs als Götzendiener. Denn die Einweihungsfeierlichkeiten bezeichnete er als „des HERRn Fest“. Im hebräischen Urtext steht der Gottesname JHWH, ausgesprochen als Jahwe oder Jehovah. Das ist ein typischer Fall von Religionsmischmasch. Jeder erhielt, was er wollte. Die einen haben den von ihnen geforderten Götzendienst, und ein Priester Gottes deklarierte diesen als „des HERRn Fest“. Lediglich schien die Gottesdienstform geändert worden zu sein.

Wortwörtlich die gleichen Worte – und das sogar im hebräischen Urtext – sprach der König Jerobeam von den beiden von ihm errichteten Goldenen Kälbern: „Das ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägyptenland geführt hat!“ (1. Kön. 12,28). Nach dem Tode Salomos spalteten sich zehn Stämme Israels vom Königtum in Jerusalem ab und machten Jerobeam zu ihrem König. Jerobeam befürchtete, daß die Stimmung in der Bevölkerung sich in Richtung einer Wiedervereinigung seines Nordreiches mit dem Südreich verändern könnte, wenn die Menschen zum Tempel nach Jerusalem pilgern. Angeblich um die Strapazen einer langen Reise zu mindern, stellte er das eine Goldene Kalb ganz im Norden, in Dan, auf. Dort gab es bereits eine heidnische Tradition, die von einem echten Leviten dorthin gebracht worden war (Richter 17 und 18). Das andere stellte er an die Südgrenze in Bethel auf, auf dem Weg nach Jerusalem. Dabei knüpfte Jerobeam an eine Lokaltradition an. Denn in Bethel hatte Jakob seinen Traum mit der Himmelsleiter. Deshalb nannte Jakob den Ort Bethel, zu deutsch: Haus Gottes. Und in diesem Haus Gottes wurde der Gott, der sein Volk aus Ägypten herausgeführt hatte, in Form eines Goldenen Kalbes verehrt. Die ganze weitere Geschichte Israels war ein ständiges Hin und Her zwischen Baalskult, der Verehrung des lebendigen Gottes und der Mischreligion mit den Goldenen Kälbern.

So verlief auch die weitere Kirchengeschichte bis in unsere Gegenwart. Im Katholizismus wurde viel heidnische Vergangenheit in das Christentum integriert. Märtyrer übernahmen als Heilige Funktionen heidnischer Götter. Wenn Jesu Mutter als „Himmelskönigin“ bezeichnet wird, so erinnert das an den von den Propheten kritisierten Götzendienst, der ebenfalls einer „Himmelskönigin“ galt (Jer. 7,18). Eine mit den Goldenen Kälbern vergleichbare Mischreligion ist die auch von Papst Johannes Paul II. vertretene Auffassung, daß Gott mittels Evolution die Vielfalt des Lebens und den Menschen „geschaffen“ habe. Aber Röm. 5 zeigt uns Christus als den zweiten Adam. Verflüchtigt sich der erste Adam zu einer mythologischen Gestalt, dann verlieren wir auch den zweiten Adam, dann verlieren wir Christus. Außerdem betrachtete Jesus Adam und Eva als historische Personen (Matth. 19,4). Sollten sie es doch nicht gewesen sein, dann hätte sich Jesus bei seiner Bibelauslegung geirrt, dann wären nicht alle seine Worte Gottesworte. Jesu Gottheit würde dadurch faktisch geleugnet werden. Dann wäre auch nur ein gewöhnlicher Mensch auf Golgatha gestorben. Sein Kreuzestod wäre für unser Seelenheil ebensowenig relevant wie der Tod vieler anderer, die von den Römern ebenfalls gekreuzigt worden waren. Natürlich sind diese Konsequenzen nicht jedem bewußt. Aber Konsequenzen, die in einem Irrtum liegen, werden früher oder später von irgendwem gezogen. Weshalb denn sonst hatte man sich bemüht, Hitlers Mein Kampf besonders für die Jugend unzugänglich zu halten? Wer der in der Schule gelehrten Evolutionslehre erst einmal zustimmt, der hat keine Argumente mehr, um Hitlers verbrecherische Konsequenzen abzulehnen. Der Umgang des Fuchses mit den Gänsen und der der Katze mit den Mäusen diente Hitler als Vorbild für sein politisches Handeln.1 Verliert der Mensch erst einmal seine Sonderstellung in der Schöpfung und damit wie die anderen Affen seine Verantwortlichkeit vor Gott, dann kann man an Hitler nur noch seine Fehleinschätzung kritisieren, daß er Deutschland in der Rolle des Fuchses bzw. der Katze sah, anstatt in der Rolle der Gänse bzw. der Mäuse.

Mose hatte Aarons Götzendienst beendet, die Propheten hatten gegen den Götzendienst ihrer Zeit gepredigt. Jesus hatte vor den Irrlehren der Pharisäer und Schriftgelehrten gewarnt. Das taten auch die Apostel, wenn falsche Lehre und gottloses Leben in die Gemeinden eindrang.

Auch heute dringt Heidentum in die Gemeinden ein. Und die Gemeinde wird in der Bibel als Organismus betrachtet. Ein Organismus existiert nicht in einer sterilen Umgebung. Deshalb verwest ein Toter. Lebt der Mensch aber noch, dann bekämpft er die eindringenden Bakterien. Leidet er aber an Immunschwäche, z. B. an Aids, dann bewirken die Krankheitserreger Tod und Verwesung. Aaron hatte an Immunschwäche gelitten. Deshalb integrierte er das Heidentum der Umwelt in seine priesterliche Tätigkeit. Dagegen war Mose zwar „sehr sanftmütig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren“ (4. Mose, 12,3), aber nicht auf Kosten der Wahrheit, sondern auf dem Pfosten der Wahrheit. Das unterschied ihn von Aaron. Und der Aaron-Typ und der Mose-Typ unter den Predigern setzen sich bis in unsere Gegenwart fort. Jesus bezeichnet sich als den Guten Hirten, der den Schafen vorangeht. Dagegen kann man die heutigen Prediger mit einem Wegweiser vergleichen, der hoffentlich sogar den richtigen Weg zeigt. Aber ein Wegweiser geht den Weg selbst nicht. Dagegen sollte ein Prediger nach dem Vorbild Jesu den Weg, den er anderen zeigt, selbst mitgehen. Ob er das auch wirklich tut, zeigt sich, wenn er sich zwischen dem Schmalen Weg und dem Breiten Weg entscheiden muß.

Während der Nazizeit herrschte angeblich Glaubensfreiheit. Hitler sagte: „1. In Deutsch­land ist niemand wegen seiner religi­ösen Einstellung bisher verfolgt worden, noch wird deshalb jemand verfolgt werden. … 3. Der nationalsozialistische Staat hat weder eine Kirche geschlossen, noch einen Gottesdienst verhin­dert, noch je einen Einfluß auf die Gestalt eines Gottesdienstes genommen. Er hat weder auf die Lehre noch auf das Bekenntnis irgendeiner Konfession eingewirkt. Im nationalsozialistischen Staat kann jeder nach seiner Fasson selig werden. Allerdings: Der nationalsozialistische Staat wird aber Priestern, die, statt Diener Gottes zu sein, ihre Mission in der Beschimpfung unseres heutigen Reiches, seiner Einrichtungen oder seiner führenden Köpfe sehen wollen, unnachsichtig zum Bewußtsein bringen, daß eine Zerstörung dieses Staates von nie­mandem geduldet wird, und daß Priester, sobald sie sich außerhalb des Gesetzes stellen, vom Gesetz ge­nau so zur Rechenschaft gezogen werden wie jeder andere deutsche Staatsbürger auch. Es muß aber hier festgestellt werden, daß es zehntausende und zehntausende Priester aller christlichen Konfessionen gibt, die ihren kirchlichen Pflichten genau so oder wahrscheinlich besser genügen als die politischen Hetzer, ohne daß sie jemals mit den staatlichen Gesetzen in einen Konflikt geraten sind. Diese zu schützen, sieht der Staat als seine Aufgabe an. Die Staatsfeinde zu vernichten, ist seine Pflicht“.2

Und in der Tat: Viele Prediger verkündeten das Heil in Christus, ohne von den Nazis belangt worden zu sein. Und in der Tat sagte Jesus: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“ (Matth. 22,21). Doch die Frage ist: Was ist des Kaisers und was ist Gottes? Denn Jesus sagte: „… was des Kaisers ist“. Er sagte aber nicht: Gebt dem Kaiser das, von dem er behauptet, es sei sein. Und Hitler war nicht nur Obrigkeit von Gott, sondern auch ein falscher Prediger. Und Mein Kampf war keineswegs nur ein politisches Machwerk, sondern ein Predigtbuch des Teufels. In der Tradition von Mose, der Propheten, Jesu und der Apostel zeigte Pastor Paul Schneider die Unterschiede zwischen der Lehre Jesu und dem nationalsozialistischen Heidentum seiner Zeit. Das war auch nach damaliger Gesetzeslage nicht strafrechtlich relevant. Er wurde auch weder gerichtlich angeklagt noch strafrechtlich verurteilt. Er wurde lediglich aus dem Rheinland ausgewiesen. Doch er hat trotzdem in seiner Gemeinde gepredigt, da er nicht bereit war, dem Kaiser das zu geben, was Gottes ist. Denn die Ausweisung galt in Wirklichkeit nicht seiner Person, sondern sie zielte darauf ab, daß nicht mehr das ganze Gotteswort gepredigt werden sollte. Doch über den Inhalt der christlichen Verkündigung entscheidet Gott und nicht der Kaiser. Angeblich um ihn vor dem Volkszorn zu schützen, kam er wiederholt in Schutzhaft und 1937 ins KZ Buchenwald, wo der vormals kerngesunde Pastor im Juli 1939 an „Herzversagen“ „starb“. Im Klartext: Ermordet wurde. Pastor Paul Schneider wurde „gestorben“, weil er auch das predigte, von dem die damalige Obrigkeit nicht wollte, daß es gepredigt wird.

Feinde Christi gab es damals, und es gibt sie auch heute innerhalb der Glaubensgemeinschaften. Wie damals viele Prediger von der Obrigkeit unbehelligt blieben, weil sie wußten, was sie besser nicht predigen, so vermeiden auch heute Prediger manchen Ärger, indem auch sie wissen, worüber sie besser nicht sprechen. Manche Prediger lehnen Darwins Evolutionslehre ab. Aber sie thematisieren diese Teufelslehre nicht in ihrer Verkündigung. Können wir uns einen Mose oder einen Elia vorstellen, die zu dem Götzendienst ihrer Zeit geschwiegen hätten? Ein landeskirchlicher Pastor besuchte Rußlanddeutsche im Übergangswohnheim, und es bildete sich eine rußlanddeutsche Gemeinde. Ich bot ihm an, für ihn eine Predigt über Jesu Warnung vor den Wölfen im Schafspelz zu schreiben. Er lehnte ab. Natürlich weiß er, daß er nicht zu weit gehen darf, daß er nicht Pastor bleiben kann, wenn er andere Pastoren und Kirchenleitungen als Wölfe im Schafspelz bezeichnet. Daß ein Pastor in der Tat nicht das ganze Gotteswort predigen darf, wird dann offensichtlich, wenn es einer trotzdem tut. Das zeigt der Fall von Pastor Olaf Latzel, dessen Gemeinde hinter ihm steht und der aufgrund einer Besonderheit der bremischen Kirchenordnung bisher noch nicht gefeuert werden konnte.

Wie eine total gottlose Theologie vor den Kirchgängern verborgen wird, erlebte ich während meines Theologiestudiums an der Universität Halle. Nach den Ferien berichteten wir Studenten über Predigten, die wir im Urlaub gehört hatten. So berichtete ich, daß der Prediger von zwei Schöpfungsberichten sprach, die von verschiedenen Verfassern stammen und in verschiedenen „Quellen“ niedergeschrieben worden seien, die dann irgendwann nach der babylonischen Gefangenschaft zu den Mosebüchern verarbeitet worden seien. Darauf der Professor: Das alles sei richtig, gehöre aber nicht in die Predigt. Es gehört in der Tat nicht in die Predigt, und zwar deshalb, weil es falsch und verkehrt ist. Die Bibel existiert ebenso wie die Schöpfung. Wer nicht glaubt, daß Gott die Welt geschaffen hat, der erfindet eine natürliche Schöpfungsgeschichte. Und wer nicht glaubt, daß Gott die Bibel gegeben hat, der entfaltet eine Märchendichtung, welche Gemeindekollektive welche biblischen Berichte geschaffen und wer dieselben in den biblischen Büchern aufgenommen hätte. Wer diese Märchendichtung über den Ursprung der Heiligen Schrift versteht und ihr zustimmt, der kann die Bibel unmöglich als Gotteswort betrachten, sondern lediglich als Dokument des Glaubens früherer Gesellschaften. Der Pastor kann dann nicht mehr predigen: „Das sagt der HERR“, sondern er kann dann nur noch seine persönliche Meinung verkünden. Doch was geht die Gottesdienstbesucher die Meinung des Pastors an? Wer diesen teuflischen Lug und Trug über den angeblichen Ursprung der Bibel nicht durchschaut, der betrachtet sie auch weiterhin als Gotteswort. Doch diese Betrachtungsweise gilt als theologisches Allgemeinwissen und wird den Kindern im Religionsunterricht vermittelt; und wie bei Darwins Evolutionslehre zieht dieser und jener die Konsequenz des Unglaubens.

Die Märchendichtung über den natürlichen Ursprung des Gotteswortes beschränkt sich nicht auf die Mosebücher. Sie wird bei den Propheten und den Evangelien fortgesetzt. So sei – so wird behauptet – Jesu leeres Grab eine historische Tatsache. Wodurch es leergeworden ist, wüßten wir nicht. Die Frauen hätten das leere Grab durch die Auferstehung erklärt und die ratlosen Jünger in dieser Weise beeinflußt. Historische Tatsache sei somit nicht Jesu Auferstehung, sondern nur das leere Grab und der Auferstehungsglaube der ersten Christen. Die Kirchgänger, die wissen, daß Christus in der Tat auferstanden ist, werden in ihrem Glauben bestärkt, wenn der Pastor den Glauben an den Auferstandenen verkündet. Doch im Theologiestudium hat der Pfarrer gelernt, daß unser heutiger Glaube an den Auferstandenen nicht davon abhänge, ob damals vor 2000 Jahren Jesu Gebeine lebend das Grab verlassen haben. Der Glaube an den Auferstandenen bleibe angeblich erhalten, er wird aber faktisch in eine Märchenlandschaft verlegt. Um diesen Lug, Trug und Heuchelei zu beherrschen, bedarf es eines langen Theologiestudiums. Ein Prediger, der diesen Betrug des Teufels, der den Kindern im Religionsunterricht vermittelt wird, ignoriert, ist ein „stummer Hund“, wie der Prophet Jesaja die Hirten Israels beschreibt: “Alle ihre Wächter sind blind, sie wissen alle nichts. Stumme Hunde sind sie, die nicht bellen können, sie liegen und jappen und schla­fen gerne. Aber sie sind gierige Hunde, die nie satt werden können. Das sind die Hirten, die keinen Verstand haben; ein jeder sieht auf seinen Weg, alle sind auf ihren Gewinn aus und sagen: Kommt her, ich will Wein ho­len, wir wollen uns vollsaufen, und es soll morgen sein wie heute und noch viel herrlicher!“ (Jes. 56,10-12).

Der Prophet beschuldigt die „stummen Hunde“ nicht, daß sie falsch lehren. Denn immer ist irgendeine Teufelsbotschaft gang und gäbe, selbst wenn sie nicht von den Kanzeln verkündigt werden sollte. Er wirft ihnen vielmehr vor, etwas nicht zu predigen, obwohl sie es predigen müßten.

2. Die kriminelle Energie der Gottlosen

Die „stummen Hunde“, die dem irdischen Gewinn und dem Alkoholkonsum frönen, könnten die Erklärung dafür sein, daß die Bibellehre über die kriminelle Energie der Gottlosen in der Christenheit so unbekannt ist. Da im „christlichen Abendland“ sogar die Fürsten und Könige getauft waren und trotz ihrer Bluttaten und Kriege von den „stummen Hunden“ für Christen gehalten worden waren, gab es im „christlichen Abendland“ scheinbar niemanden, auf den die nachfolgenden Bibelzitate, die die kriminelle Energie der Gottlosen beschreiben, zutreffen könnten: „Du verwirfst alle, die von deinen Gebo­ten abirren; denn ihr Tun ist Lug und Trug“ (Ps. 119,118). „Die Seele des Gottlosen gelüstet nach Bösem und er­barmt sich nicht seines Nächsten“ (Spr. 21,10). „Ein Gott­loser, der über ein armes Volk regiert, ist wie ein brüllender Löwe und ein gieriger Bär“ (Spr. 28,15). „Die Ge­danken der Gerech­ten sind redlich; aber was die Gottlosen planen, ist lauter Trug. Der Gott­losen Reden richten Blutver­gießen an; aber die From­men errettet ihr Mund“ (Spr. 12,5f). „Wenn die Gerechten Ober­hand haben, so ist herrli­che Zeit; wenn aber die Gottlosen hoch­kom­men, verber­gen sich die Leute“ (Spr. 28,12). „Denn wenn deine Gerichte über die Erde gehen, so lernen die Be­woh­ner des Erdkreises Gerechtigkeit. Aber wenn dem Gottlosen Gnade widerfährt, so lernt er doch nicht Ge­rechtigkeit, sondern tut nur übel im Lande, wo das Recht gilt, und sieht des HERRN Herr­lichkeit nicht“ (Jes. 26,9b-10). „Ein unge­rechter Mensch ist dem Gerechten ein Greuel; und wer recht wandelt, ist dem Gottlosen ein Greuel“ (Spr. 29,27). In Psalm 10 ist die Men­talität des Gottlosen folgen­dermaßen be­schrieben: „Weil der Gottlose Übermut treibt, müssen die Elen­den leiden; sie werden gefangen in den Ränken, die er er­sann. Denn der Gottlose rühmt sich seines Mutwil­lens, und der Habgierige sagt dem HERRN ab und lästert ihn. Der Gottlose meint in sei­nem Stolz, Gott frage nicht danach. >Es ist kein Gott< sind alle seine Gedanken. Er fährt fort in sei­nem Tun immerdar. Deine Gerichte sind ferne von ihm, er handelt gewaltsam an allen seinen Feinden. Er spricht in sei­nem Herzen: >Ich werde nim­mer­mehr wanken, es wird für und für kein Not haben.< Sein Mund ist voll Fluchens, voll Lug und Trug; seine Zunge richtet Mühsal und Unheil an. Er sitzt und lauert in den Höfen, er mordet die Un­schuldigen heim­lich, seine Augen spähen nach den Armen. Er lauert im Verborgenen wie ein Löwe im Dickicht, er lau­ert, daß er den Elenden fange; er fängt ihn und zieht ihn in sein Netz. Er duckt sich, kauert nieder, und durch seine Gewalt fallen die Un­glückli­chen. Er spricht in seinem Her­zen: >Gott hat’s vergessen, er hat sein Antlitz verbor­gen, er wird’s nimmermehr sehen.<„

Die Botschaft derartiger Gottesworte ist in der Christenheit weitgehend unbekannt. Wenn sich die Menschen vom Gotteswort leiten lassen, dann tragen diejenigen die Hauptschuld an den Bluttaten in der Politik, die diese Bluttaten als gottwohlgefällig darstellen. Einfache Mörder wie z. B. der erste Brudermörder werden verachtet. Niemand nennt seinen Sohn Kain. Aber es gibt viele Alexander, genannt nach „Alexander dem Großen“ von Mazedonien, der ein Weltreich zusammenraubte, das bis Indien reichte. Denn Größe ist keine geistige oder moralische, sondern sie entspricht der zu ihren Glanzzeiten vergossenen Blutmenge, wie auch bei „Karl dem Großen“, „Peter dem Großen“, „Katharina der Großen“ und „Friedrich dem Großen“. Diese Wertung entspricht der Verbrechergesinnung der Gottlosen, die die soeben zitierten Bibelstellen uns zeigen. Das ist eine durch und durch heidnische Geschichtsschreibung. Und die „stummen Hunde, die nicht bellen können“, dieses verabscheuungswürdige Pfaffenpack, schweigt im Unterschied zu Mose und zu Elia zu diesem Heidentum. Dabei wirken Wertungen geschichtlicher Vorgänge als Handlungsanleitungen für die Gegenwart.

„Friedrich der Große“ machte Preußen zur Großmacht. Und Preußen war nicht nur ein politisches Gebilde, sondern ein Glaubensinhalt, ein Götze wie Baal zur Zeit Elias. Die Menschen hatten somit zwei Götter. Nach den napoleonischen Kriegen sehnten sich die Menschen nach einem Deutschen Reich, ähnlich wie sich die Gläubigen nach dem Himmel sehnen. Das nutzte der preußische Kanzler Bismarck, um das Deutsche Reich unter Führung Preußens zu errichten. Das geschah durch drei Kriege, die er ganz bewußt herbeiführte. Der Erfolg galt nachträglich als Rechtfertigung der schmutzigen Mittel. Dessen war sich Bismarck auch bewußt. So schreibt er in einem Brief, daß er für seine Person das Prinzip der Legitimität sei­nem „spezifisch preußischen Patriotismus“ vollständig unterordne.3 Damit meinte er, daß er den Willen Gottes der angestrebten Reichsgründung unterordnete. Wer zwei Herren dienen will, der muß eben Prioritäten setzen. Wie sehr Bismarck die Wege Gottes verließ, zeigen folgende Worte: „Nicht durch Reden und Majoritätsbeschlüsse werden die großen Fragen der Zeit entschieden, das ist der große Fehler von 1848 und 1849 gewesen, sondern durch Blut und Eisen!4 und: „Die Bedeu­tung eines Volkes bestimmt sich nach der Zahl der Soldaten, die es ins Feld stellen kann. … Die Schwachen sind dazu da, von den Starken gefressen zu werden!5Das ist das „Recht des Stärkeren“, wie es Hitler in Mein Kampf predigen wird.

Anstatt die Gemeinden vor einem derartigen Abfall von Christus zu warnen, befeuerten Prediger den Götzendienst am Deutschen Reich. So schreibt der ansonsten fromme Pastor D. Max Frommel in einer Predigt: „Wir haben es ja mit unseren Ohren gehört und mit unseren Augen gesehen, was es ist um den Geist in einer Armee, um die begeisterte Hingebung für Fürst und Vater­land. In den großen Be­freiungskriegen zu Anfang dieses Jahrhunderts, wie in dem letzten großen Kriege war es nicht tief ergreifend zu sehen, wie unser ganzes Volk von Land zu Land, von Stamm zu Stamm, von Mann zu Mann von einer ungeahnten Begeisterung er­faßt ward, daß es auf­stand vom König bis zum Rekruten und das Schwert umgürtete, das heißgeliebte Vater­land zu schirmen; daß es dastand nicht als ein Heer von Söldnern, sondern als ein Volk in Waffen?6 In einer anderen Predigt schreibt dieser Generalsuper­intendent und Consistori­alrat: „Es ist heute der zweite September, der Tag, an welchem wir gedenken der Groß­that unseres Gottes, als er vor dreizehn Jahren unserem greisen Heldenkaiser den Sieg verlieh über unseren alten Erbfeind und die königliche Botschaft durch alle Lande und Herzen widerhallte: ‚Welch´ eine Wendung durch Gottes Fügung!‘ Wem soll der erste Dank erschallen? Dem Gott, der groß und wunderbar Aus langer Schande Nacht uns al­len In Flammen aufgegangen war. Das läuten die Glocken, das donnern die Geschütze am heutigen Tage, und wir wollen im Hause des Herrn frohlocken und danken mit dem Liede Mirjams: ‚Lasset uns dem Herrn singen, denn er hat eine herr­liche That gethan.‘7 Dieses Ineinander von Gotteslob und Kriegshetze entspricht dem Tanz um das Goldene Kalb, den Aaron als des „HERRn Fest“ bezeichnete. Diese Entgleisungen wurden zitiert um zu zeigen, was nicht gepredigt wurde, obwohl es hätte gepredigt werden müssen, daß die Prediger im Unterschied zu Mose und zu Elia es unterlassen hatten, sich gegen den Götzen des Deutschen Reiches zu wenden, dem in Bismarcks drei Kriegen Menschenopfer dargebracht worden waren.

3. Coronaimpfung – nur ein medizinisches Problem?

Ebenfalls nicht gepredigt wird über die kriminelle Energie der Gottlosen. Die Folge dieser Unkenntnis des Gotteswortes ist die Naivität vieler Gläubiger bei den Impfungen gegen das Coronavirus. Weil sie die Bibellehre über die kriminelle Energie der Gottlosen entweder nicht kennen oder dem Gotteswort nicht glauben, halten sie die Impfproblematik ausschließlich für ein medizinisches Problem. Die Befürchtung, der Tod von Millionen von Menschen durch eine als Infektionsschutz getarnte Giftspritze könnte beabsichtigt sein, halten sie für völlig ausgeschlossen. Den Gottlosen zu unterstellen, ihre kriminelle Energie würde für einen derartigen Völkermord nicht ausreichen, ist Irrlehre. Viele Ungläubige, die sich viel mit Politik befassen und die erlebt haben, wie sich manche angebliche „Verschwörungsmythen“ als Verschwörungstatsachen erwiesen haben, erkennen, daß irgendwelche Satanisten in Freimaurerlogen die Weltherrschaft an sich reißen wollen. Daß sie die Weltbevölkerung von 8 Milliarden auf 500 Millionen senken wollen, ist bekannt. Mit Verhütung und Kindermord allein ist das zu ihren Lebzeiten nicht zu erreichen, da wäre eine Giftspritze hilfreich. Durch das Gotteswort sollten die Gläubigen doch einen besseren Durchblick haben.

Und die Verbrechergesinnung der Gottlosen in der Politik haben wir außerdem ständig vor Augen. Besonders offensichtlich wird sie durch den Babycaust. Könige und Fürsten waren schon immer kriminell, wie die vielen Kriege zeigen. Für ihre Bluttaten konnten sie aber eine Rechtfertigung herbeilügen. Das gilt sogar für Adolf Hitler. Seine Bluttaten waren entweder geheim, oder er konnte eine Rechtfertigung herbeilügen. Dadurch konnte er auch viele Gläubige verführen. Und der Schafspelz, den er wegen der Gläubigen in der Partei, in der Wehrmacht, in der SA und in der SS tragen mußte, hatte ihn bei seinen kriminellen Aktivitäten behindert. Doch bei unseren heutigen Wölfen ist kaum irgendein Schafspelz zu erkennen. Deshalb geschieht der heutige Babycaust in aller Öffentlichkeit, während Hitlers Holocaust geheim war. Wer behauptet, die Ablehnung des als „Abtreibung“ verharmlosten Kindermordes sei ein christliches Sonderanliegen, der bestätigt damit die Bibellehre von der kriminellen Energie der Gottlosen. Denn die Kindermörder wissen, daß die Kinder im Mutterleib Menschen sind, wie die Nazis wußten, daß Juden Menschen sind. Daß der Kindermord nicht aus Unkenntnis geschieht, bestätigt das Oldenburger Baby. Der behinderte Tim überlebte seine „Spätabtreibung“, und er starb nicht und starb nicht. Dann wurde er doch noch gerettet und lebte danach noch 21 Jahre! Doch das führte zu keiner Gesetzesänderung. Das beweist zwingend, daß ein verabscheuungswürdiges Verbrecherpack den Bundestag dominiert, das den Nazis an krimineller Energie in nichts nachsteht. Denn deren „Moral“ orientiert sich nicht am Gotteswort, sondern sie beruht auf einer Übereinkunft der Menschen untereinander. Das ist die Moral einer Verbrecherbande. Die Gangster ein und derselben Bande bringen sich auch nicht gegenseitig um. Doch dieser „Lebensschutz“ dient nicht den Angehörigen konkurrierender Banden. Ebenso gilt der staatliche Lebensschutz nur den Angehörigen der eigenen Volksgemeinschaft, allen anderen wird er bestenfalls als Gnadenakt gewährt. Er gilt bzw. galt weder den Kindern im Mutterleib, noch den sowjetischen Kriegsgefangenen, die die Nazis verhungern ließen, noch den Juden, noch den Geisteskranken, noch den Hitlergegnern, noch … Und diese Denkweise der Kriminellen, die die eigenen Verbrechen mit anderem Maße mißt als die Verbrechen anderer, haben die „Gläubigen“ verinnerlicht, die die Gleichsetzung von Hitlers Holocaust mit dem heutigen Babycaust als unsachlich werten. Gegen diese zum Allgemeingut gewordene Denkweise der Gangster wird nicht gepredigt, obwohl darüber gepredigt werden müßte.

Ist ein Holocaust mittels Giftspritze beabsichtigt, wie manche befürchten? Das ist eine politische und medizinische Frage, die hier nicht beantwortet werden soll. Denn in diesem Text geht es um das Gotteswort und um die Verfälschungen desselben. Und das Gotteswort wird verfälscht, wenn geleugnet wird, daß die kriminelle Energie der Gottlosen für einen derartigen Völkermord durchaus ausreichen würde.

4. Pädokriminalität staatlich gefördert

Das gottlose Verbrecherpack, das uns regiert, unterstützt nicht nur den Kindermord, sondern dient dadurch den Interessen der Pädokriminellen, daß Grundschulen für Sexualkontakte werben. Warum denn sonst befassen sich Drittklässler mit folgenden Fragen: „Warum wird bei einer Frau die Va­gina feucht? Warum wird bei einem Mann, wenn er eine Frau sieht, die ihm gefällt, der Penis steif und lang? Was für ein Gefühl ist es, wenn Vagina und Penis sich treffen?8 Wozu müssen die Drittklässler das schon wissen? In einem anderen Fall von schulischem Pornodreck schreibt Richterin Gertraud Brühl in einem Strafurteil: „Insoweit war aber aus schulischer Sicht entgegen zu halten, dass es einen brei­ten Kon­sens in der Gesellschaft darüber gibt, dass jedermann und jede Frau über die eigene Sexuali­tät frei und autonom bestimmen dürfe, und dass es dabei keine festgelegte, untere Altersgrenze gibt“.9 Eine Richterin hat somit in ihrer Urteilsbegründung die Straffreiheit von Sexualkontakten mit Kindern vorweggenommen, auf die besonders die Grünen hinarbeiten. Sogar die Bundesverfassungsrichter Papier, Bryde und Schluckebier dienen der Sache der Pädokriminellen. Das wird deutlich, wenn man zwei ihrer Nichtannahmebeschlüsse10 miteinander kombiniert. Aus diesen geht hervor, daß „mein Gefühl“, das immer Recht habe, sich auf das „sehr schöne Gefühl“ beziehen kann, von dem der zehnjährige David in der vierten Klasse gelernt hat, daß es mit dem Zusammentreffen der Geschlechtsorgane verbunden sei. Einen vergleichbaren schulischen Pornodreck sucht man bei den Nazis vergebens.

Daß das in den Grundschulen als lustvoll angepriesene Sexualverhalten nach dem Gotteswort ausschließlich in die Ehe gehört, ist Allgemeinwissen. Somit kann es keine auch noch so große Bibelunkenntnis entschuldigen, daß CDU und CSU den schulischen Pornodreck politisch mittragen. Und diese Kindermörder und Pornokraten verhöhnen Jesus Christus nicht nur durch den Namen ihrer kriminellen Vereinigung, sondern auch durch fromme Worte. Damit wollen sie die Gläubigen verführen, wie die Diener des Teufels es schon immer getan haben. Und die Pfaffen dienen dem Teufel nicht nur durch das, was sie nicht predigen, obwohl sie es predigen müßten; sondern sie verbreiten auch deren Heuchelei ohne entlarvende Anmerkungen in ihren Zeitschriften, z. B. in ideaSpectrum11, und sie begrüßen diese Lumpen in ihren Versammlungen, als ob sie Brüder in Christus wären. So dumm kann kein Gemeindeleiter und kein Redakteur sein. Das ist schlimmer als Verführung, das ist Verrat wie bei Judas.

5. Christus voranschreiten

Christus kann man auch dadurch verlieren, daß man ihm voranschreitet anstatt ihm nachzufolgen, daß man ihm voranschreitet, wenn man meint, daß er sein Königreich aufrichte. Über das Reich Gottes, das Christus bringt, gibt es viel Verwirrung. Nicht jeder glaubt, daß Jesus mich bereits „erlöset hat“ (nicht erst erlösen wird), „erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels, … auf daß ich sein eigen sei“ (nicht erst sein werde) „und in seinem Reich unter ihm lebe“ (nicht erst leben werde) „und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit“. Die Frage ist: Ist Jesus schon ein König, wie er es dem Pilatus bezeugt (Joh. 18,37), oder wird er erst in Zukunft ein König sein? Ist Jesus bereits alle Gewalt gegeben im Himmel und auf Erden (Matth. 28,18), oder wird sie ihm erst in Zukunft gegeben werden? Hat mich Jesus erlöst, oder wird er mich erst erlösen? Lebe ich jetzt schon in seinem Reich unter ihm, oder werde ich erst in Zukunft in seinem Reich unter ihm leben? Es geht um die Frage: Leben wir schon jetzt im Tausendjährigen Friedensreich, oder werden wir erst in Zukunft in diesem Friedensreich leben? Zu dieser Frage habe ich ein im Buchhandel12 erhältliches und auf http://www.johannes-lerle.net/theologische-buecher/tausendjaehriges-reich/ veröffentlichtes Buch mit dem Titel Das Tausendjährige Reich verfaßt. Unter denen, die das Tausendjährige Reich erst in der Zukunft erwarten, gibt es die Premillennialisten und die Postmillennialisten. Die Premillennialisten erwarten, wie es die Vorsilbe pre ausdrückt, daß nach schlimmen Zeiten Christus plötzlich erscheint, bevor er sein Reich auf Erden aufrichte. Dagegen erwarten die Postmillennialisten eine Höherentwicklung, die in der Aufrichtung von Jesu Königsherrschaft in Jerusalem gipfele. Die Vorsilbe post bedeutet danach. Also nach einer erwarteten Höherentwicklung werde Jesu Königsherrschaft aufgerichtet. Die Premillennialisten erwarten, daß Jesus etwas tut. Er tut es, oder er tut es nicht – wir werden sehen. Doch die Postmillennialisten, die die Ankunft Jesu am Ende einer Höherentwicklung erwarten, verfolgen die politischen Nachrichten und sind voller Sehnsucht, daß die Weltgeschichte endlich weiter in Richtung von Jesu Königsherrschaft gehe. In ihrer Ungeduld werden sie verführt, Christus voranzuschreiten anstatt ihm nachzufolgen. Und das ist höchstgefährlich. Denn wer voranschreitet, der bestimmt die Richtung. Nicht alle dabei eingesetzten Mittel sind auch gottwohlgefällig.

Zur Zeit Jesu haben die Menschen mit großer Sehnsucht den Messias erwartet, von dem sie meinten, er werde in Jerusalem seine Königsherrschaft aufrichten. Anfangs hielt es Jesus verborgen, daß er der Messias ist. Er wollte erst einmal das Reich Gottes beschreiben, das er aufrichtet, das nicht von dieser Welt ist (Joh. 18,36), dessen Bürger aber als Fremdlinge, als Salz und Licht, in diese Welt hineinwirken. Indem das Reich Gottes, das Jesus bringt, den Menschen begegnet, werden sie verändert („Tut Buße, denn das Reich Gottes ist nahe herbeigekommen“, Matth. 4,17). Auf diese Weise wird die Welt verändert. Anders waren die Erwartungen der Menschen: Der Messias werde die Römer vertreiben und eine irdische Herrschaft aufrichten, die ein Schlaraffenland des irdischen Überflusses bedeuten werde. In diesen Erwartungen wollten Menschen dem Messias vorangehen, indem sie dessen Königsthron in Jerusalem aufrichten, auf den sich der Messias nur noch zu setzen brauche. Diese Bestrebungen führten zu den Kriegen gegen die Römer im Jahre 70 und im Jahre 135.

Auch die Priesterschaft und die Pharisäer und Schriftgelehrten wollten das Reich Gottes bauen. Dabei haben sie Jesus verworfen. „Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden“ (Matth. 21,42). Die Konkurrenz zu Jesus wuchs sich immer mehr zur Feindschaft aus. „Dieser Mensch tut viele Zeichen. Lassen wir ihn so, dann werden sie alle an ihn glauben, und dann kommen die Römer und nehmen uns Land und Leute“ (Joh. 11,47f). Und den Tempelbetrieb wollten sie aufrechterhalten, zumal Kaiphas sagte, es sei besser, daß „ein Mensch sterbe für das Volk, als daß das ganze Volk verderbe“ (Joh. 11,50). In ihrem vermeintlichen Dienst für die Sache Gottes waren sie bereit, die Wege Gottes zu verlassen. Das wird daran deutlich, daß sie den von den Toten auferweckten Lazarus töten wollten (Joh. 12,10). Denn viele Juden gingen in das nahe bei Jerusalem gelegene Betanien und glaubten an Jesus. Um der Sache Gottes zu dienen, wollten die Hohenpriester somit wie gewöhnliche Verbrecher handeln, die ebenfalls Zeugen ermorden, wenn diese zu viel wissen. Um den Pilatus, der von Jesu Unschuld überzeugt war, zur Rechtsbeugung zu erpressen, verleugneten die Hohenpriester sogar den Glauben an Gottes Königsherrschaft als solcher und bekannten: „Wir haben keinen König als den Kaiser“ (Joh. 19,15). Nachdem Gott das Todesurteil durch Jesu Auferweckung revidiert hatte, verleumdeten sie die Jünger, sie hätten Jesu Leib gestohlen. Lüge, Mord (Lazarus und Jesus) und Heuchelei („Wir haben keinen König als den Kaiser“) sind die Sachzwänge derer, die die Wege Gottes verlassen und sich auf die Wege des Teufels begeben haben. Die Wege des Teufels hatte Jesus seinen Feinden unter den Juden schon vorher vorgeworfen, wenn er sagte: „Ihr habt den Teufel zum Vater, und nach eures Vaters Gelüste wollt ihr tun. Der ist ein Mörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er Lügen redet, so spricht er aus dem Eigenen; denn er ist ein Lügner und der Vater der Lüge“ (Joh. 8,44). Die ganze Scheinheiligkeit und Bosheit der Pharisäer entlarvte Jesus vor dem Volk. Solche Worte, wie wir sie in Matth. 23 lesen, halten manche bei dem sanftmütigen und von Herzen demütigen (Matth. 11,29) Jesus, der voller Liebe war, nicht für möglich. Doch bei Jeus ist Liebe mit Wahrheit verschmolzen. Deshalb ist es nicht lieblos, vor dem höllischen Feuer zu warnen. Zwar wird Jesus von seinen Gegnern beschuldigt, daß er die Sünder annimmt (Luk. 15,2), aber Christus bestärkte die Sünder nicht in ihren Sünden, sondern rief sie zur Umkehr auf. Häufig wird übersehen, daß er nicht nur sagte: „Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein auf sie“ (Joh. 8,7), sondern daß er auch sagte: „Sündige hinfort nicht mehr“ (Joh. 8,11).

Auf die Verwerfung seines Sohnes hat Gott ebenso geantwortet, wie er seinerzeit auf die Bosheit Judas durch die Wegführung nach Babel geantwortet hatte. Das hatte Christus im Gleichnis von der königlichen Hochzeit angedeutet, als er sagte: „Da wurde der König zornig und schickte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an“ (Matth. 22,7), was bekanntlich im Jahre 70 geschehen war. Daß diejenige längst gestorben sind, denen Jesus in Matth. 23 große Bosheit und viel Heuchelei vorwirft, denen er in Joh. 8 bezeugt, daß sie den Teufel zum Vater haben, bedeutet nicht, daß Jesu Worte uns heute nichts mehr zu sagen hätten. Denn diejenige, die sich heute für Juden halten, sind die geistigen Nachkommen der Pharisäer und Schriftgelehrten, die nach Jesu Worten den Teufel zum Vater haben. Deren Glaube ist nicht das Alte Testament, in dem Christus bezeugt wird, sondern der Talmud, in dem unser Heiland in übelster Weise geschmäht wird und der seine Leser zu großer Bosheit und kriminellen Machenschaften anleitet. Auch der Apostel Paulus bezeugt die Bosheit der Juden, wenn er schreibt: „Die haben den Herrn Jesus getötet und die Propheten und haben uns verfolgt und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen feind“ (1. Thess. 2,15). Das deutlich auszusprechen ist kein Antisemitismus, sondern Liebe zu den Juden, damit sie erkennen mögen, daß sie es nötig haben, zu Jeus umzukehren und von ihrer Bosheit zu lassen. Dagegen sind die schlimmsten Antisemiten in den Kirchen, weil sie die Juden von der rettenden Botschaft vom Sünderheiland abschirmen wollen. Dabei sollte es in den Kirchen bekannt sein, daß „in keinem anderen Heil“ ist als allein in Jesus (Apg. 4,12). Somit sind die Antisemiten in den Kirchen, die nicht wollen, daß die Juden vor der Hölle gerettet werden, schlimmer als die Nazis, die nur den Leib töten konnten.

Aus der babylonischen Gefangenschaft hat Gott sein Volk zurückgeführt, nachdem es Buße getan hatte. Doch das militärische Desaster im Jahre 70 und die Vertreibung im Jahre 135 können sich die Juden bis heute nicht erklären. Bis heute fehlt die Erkenntnis, daß sie wegen ihrer Sünden vertrieben wurden und daß sie die Umkehr zu dem damals verworfenen Jesus von Nazareth nötig haben. Inzwischen wollen sie nicht mehr darauf warten, daß der Messias sie zurückführt. Wie damals, als sie gegen die Römer Krieg führten, wollen sie auch heute selber das tun, von dem sie meinen, daß Gott es tun müßte. Ohne Buße, ohne Umkehr zu Jesus und ohne von einem Propheten Gottes dazu aufgefordert zu sein, kehren „Juden“ in „ihr Land“ zurück.

Doch wer ist ein Jude? Und wieso ist das „ihr Land“? Gott hatte dem Abraham und seinem Samen das Land gegeben. Doch auch Ismael ist ein Sohn Abrahams. Aber er war kein Träger der Verheißung. Dieser Unterschied wird in der nächsten Generation noch deutlicher. Jakob und Esau hatten nicht nur noch zusätzlich eine gemeinsame Mutter, sondern sie wurden in ein und demselben Koitus – so heißt es im griechischem Urtext – gezeugt (Röm. 9,10). Und weil der Glaube die Verheißung hat, deshalb kann Gott aus Steinen dem Abraham Kinder erwecken (Matth. 3,9). Deshalb konnte Jesus von manchen Juden verneinen, daß sie Abrahams Kinder sind, und ihnen bezeugen, daß sie den Teufel zum Vater haben (Joh. 8,39-44). Deshalb ist in der Offenbarung von denen die Rede, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern sind des Satans Synagoge (Offb. 2,9). Deshalb kann der Apostel Paulus schreiben: „Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, auch ist nicht das die Beschneidung, die äußerlich am Fleisch geschieht; sondern der ist ein Jude, der es inwendig verborgen ist, und das ist die Beschneidung des Herzens, die im Geiste und nicht im Buchstaben geschieht“ (Röm. 2,28f). Diesen Sachverhalt illustriert Paulus durch einen Ölbaum, der Wurzel und Zweige hat (Röm. 11,17-24). Der Apostel spricht von einem Ölbaum, nicht von zwei Ölbäumen. Die Wurzel sind die Väter wie z. B. Abraham. Die Zweige sind Jesu Jünger und die vielen, die Jesus nachgefolgt waren, die Hosianna riefen. Die ausgebrochenen Zweige sind die Hohepriester Hannas und Kaiphas und Jesu Feinde unter den Schriftgelehrten und Parisäern und diejenigen, die riefen: „kreuzige“. Die eingepfropften Wildlinge sind die kanaanäische Frau, der Hauptmann von Kapernaum, Cornelius. Ein ausgebrochener Zweig, der in den eigenen Ölbaum wieder eingepfropft wurde, ist z. B. der Christenverfolger Saulus. Ein Jude ist somit nur, wer am Ölbaum dran ist. Die von den Briten steckbrieflich gesuchten Terroristen aber, die den Schurkenstaat Israel gegründet haben und die Jesus ablehnen, sind nicht am Ölbaum dran und sind somit keine Juden im biblischen Sinne. Und was deren leibliche Abstammung von Abraham betrifft, so haben auch wir alle diesen Erzvater unter unseren Vorfahren. Denn jeder hat zwei Eltern, vier Großeltern u. s. w. Das sind vor tausend Jahren mehr Personen, als es damals Einwohner in Europa gab. Wurde damals ein leiblicher Nachkomme Abrahams in die europäische Bevölkerung eingekreuzt, dann ist er mit Sicherheit unter unseren Vorfahren. Außerdem stammen diejenige, die heute als Juden gelten, zu 95% von einem zum Judentum konvertierten Kaukasusvolk ab. Doch als Juden gelten sie nicht wegen der etwas stärkeren leiblichen Abstammung von Abraham, sondern wegen ihres Glaubens. Und dieser für jüdisch gehaltene Glaube ist der Talmudglaube, dessen Zentrum die Verwerfung Jesu ist. Doch nach der Bibellehre ist es aber der Christusglaube eines Abraham, der einen Menschen zum Juden macht (Röm. 2,28f).

Das Land Israel, das die „Rückkehrer“ beanspruchen, reichte zur Zeit Davids bis zum Euphrat. Aber die Herrschaft des Sohnes Davids ist „von einem Meer bis ans andere, und vom Euphrat bis zu Enden der Erde“ (Ps. 72,8). Also, das Königreich Jesu ist nicht mehr auf das Gebiet bis zum Euphrat begrenzt, sondern es erstreckt sich über die ganze Welt. Denn dort, auf der ganzen Welt, leben die Bürger Israels, also die Bürger des weltweiten Königreichs, dessen König Jesus Christus schon hier und heute ist und nicht erst in Zukunft sein wird. Aber Jesu Königsherrschaft wurde und wird abgelehnt. Auch heute gilt: „Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche“ (Luk. 19,14).

Solche Menschen, die ihre in den Augen Gottes ohnehin nicht relevante leibliche Abstammung von Abraham herbeilügen, beanspruchen den Flecken Land, über den der König David regierte. Gibt Gott es ihnen nicht, dann nehmen sie es sich selber. Wie damals die Pharisäer und Schriftgelehrten die Wege Gottes verließen, um auf den Wegen des Teufels (Lüge und Mord) der Sache Gottes zu dienen, so kehren die heutigen Teufelskinder mit Hilfe des Teufels in „ihr“ Land „zurück“. Wieso „ihr Land“? Um den Landraub fromm zu bemänteln, weiß man die Bibel zu zitieren. Doch wo steht geschrieben, daß Tel Aviv die weltweit höchste Dichte von Prostituierten haben soll? Diese Frage interessiert nicht, weil das Gotteswort als solches nicht interessiert. Als im 19. Jahrhundert überall der Nationalismus erstarkte und die Völker nach Nationalstaaten strebten, wollten auch „Juden“ ihren Staat. Die zionistische Bewegung wurde vom unreligiösen und als Folge seiner Bordellbesuche geschlechtskranken Freimaurer Theodor Herzel (1860-1904) begründet. Zur religiösen DNA der Talmudjuden gehört ihr Streben nach Weltherrschaft. Ihre Herrschaft setzen sie ein, um Finanzströme zu jüdischen Stellen zu leiten, wodurch sie ihre Macht weiter ausbauen, durch die sie die Finanzströme steuern. Ein Teufelskreis, wodurch die Reichen und Mächtigen noch reicher und noch mächtiger werden. Da Regierungen von der Volksmeinung abhängig sind, hat der die wirkliche Macht, der die Medien besitzt und dadurch die Fakten zurechtlügen und den Pöbel steuern kann. Nicht erst heute haben wir eine Lügenpresse, die nicht der Information, sondern der Meinungsmache dient und nach deren Zielen Tatsachen auswählt, erfindet, zurechtbiegt oder verschweigt, wie die beabsichtigte Volksverdummung es erfordert.

Palästina, wo Juden siedeln wollten, gehörte zum Osmanischen Reich, Deutschlands Bündnispartner im Ersten Weltkrieg. Da vereinbarte Großbritannien mit jüdischen Kreisen in Amerika, daß Juden in Palästina siedeln dürfen, wenn sie Amerika in den Krieg hineinziehen. Dann lief in Amerika eine Kriegshetze an. „Unpatriotische“ Zeitungen, die sich nicht daran beteiligten, wurden von Anzeigenkunden boykottiert. Die allgemeine Kriegshysterie führte Amerika in den Ersten Weltkrieg, wodurch Deutschland und das Osmanische Reich den Krieg verloren, so daß Juden in Palästina siedeln konnten. Auch in den Zweiten Weltkrieg wurde Amerika von jüdischen Meinungsmachern hineingelogen. Nach dem Krieg war die ganze Welt über die Hitlerverbrechen so erschrocken, daß es den Menschen die Sprache verschlagen hat angesichts der Verbrechen, die nun von Juden an Einwohnern Palästinas verübt wurden. Übrigens gab es ein Vorwissen über die Hitlergreuel. Wenn man im Internet in die Suchmaske von „de.metapedia.org“ „sechs Millionen“ eingibt, dann liest man, wann und wo diese Zahl schon vor Hitler genannt worden war. Überall in Amerika erzählten die heimkehrenden Soldaten von der Gaskammer in Dachau, die sie mit eigenen Augen gesehen hatten. Allerdings wußten sie nicht, daß diese Gaskammer erst nach dem Krieg von deutschen Kriegsgefangenen gebaut worden war. Während der Nazizeit verstärkte sich die jüdische Einwanderung in das britische Mandatsge­biet Palästina, was zu Unruhen unter der arabischen Bevölkerung führte. Der Staatsgründung am 14. Mai 1948 gingen Terroraktionen jüdischer Siedler voraus. So sprengten Terroristen unter Mena­chim Begins Kommando das King-David-Hotel in Jeru­salem, in dem sich das Hauptquartier des briti­schen Generalstabs befand. Es gab mehr als hundert Tote. Und fünf Wochen vor der Unabhängig­keitserklärung, am 9. April 1948, richteten Terroristen unter dem Kommando Begins und Schamirs in dem Dorf Deir Jassin nahe Jerusalem ein schreckliches Massaker an ca. 250 wehrlosen Frauen, Kindern und Greisen an, während die Männer auf dem Felde arbeiteten. Später hatte Begin dieses Verbrechen gerechtfertigt mit den Worten: „Ohne Deir Jassin hätten wir heute kein Israel“. Wie Pa­lästinenser vertrieben und deren Besitz geraubt worden war, erzählte mir ein Be­troffener: Von drei Seiten wurde sein Dorf an­gegriffen. Die Bewohner, zu denen seine Familie gehörte, flohen in den heutigen Gaza­streifen. Für den umfangreichen Grundbe­sitz seiner Familie gab es bis heute keine Ent­schädigung. Es wird eingewendet: Die Araber wurden von ihrer eigenen Führung zur Flucht aufgefordert. Doch die Führer versprachen die Rückkehr nach dem Sieg in den Kampfhandlungen. Wenn Lebensgefahr durch Krieg oder Naturkatastrophen be­steht, dann läuft man natürlich weg. Ist die Gefahr vorüber, dann kehrt man zurück. Doch die Paläs­tinenser, die um ihr Leben liefen, dürfen bis heute nicht zurück. Weil den Juden durch die Nazis so großes Unrecht geschah, dürfen sie sich gegenüber den Palästinensern, die nichts mit den Hitlerverbrechen zu tun hatten, alles erlauben. Der bereits erwähnte Palästinenser erzählte mir, wie man in Israel mit Gefangenen umgeht. Eingesperrt in eine Zelle, die so klein ist, daß man darin gerade sitzen kann, hat man keine Toilette. In dieser Zelle ißt man auch, und die eigenen Fä­kalien nehmen mehr und mehr des ohnehin knappen Lebens­raums ein. Wie kann man diesen Mann davon überzeugen, daß die Gründung eines solchen Staates ein Werk des gnä­digen und barmherzigen Gottes sein soll? Anscheinend dürfen sich die Israelis alles erlauben, weil sie unter Hitler so schlimm verfolgt worden waren. Dabei bringen sie nicht nur Araber um, was schlimm genug wäre, sondern auch kleine Juden, die sich noch in den Leibern ihrer Mütter befinden. Diese Hit­leristen, die Hitlers Völkermord fortführen, sollten besser nicht an die damaligen Verbre­chen erinnern, und sie sollten die Gedenkstätte „Yad Vashem“ schließen. Der heutige Staat Israel ist ein Schurken- und Folterstaat wie viele andere. Er hat keinerlei göttliche Verheißung. Denn für die Wege des Teufels, die zur Staatsgründung führten und die bis heute für diesen Staat charakteristisch sind, gibt es keinerlei Verheißung.

Aber zeigt es nicht den Segen Gottes, wenn Israels Armee gegen eine gewaltige Übermacht immer siegreich war, wenn das Land wirtschaftlich blüht? Erfolgreich ist auch die Mafia mit ihren Schutzgelderpressungen. Genau darum handelt es sich, wenn der deutsche Steuerzahler z. B. atomwaffentaugliche U-Boote für Israel subventioniert. Weil diese Schutzgelderpressung auf dem Holocaust beruht, deshalb kommt derjenige bis zu fünf Jahre ins Gefängnis, der diesen leugnet. Jeder andre Völkermord darf straffrei geleugnet werden. Die Anwältin der kindermordfördernden Stadt Nürnberg schrieb: „Es findet kein Kindermord im Klini­kum Nord statt“.13 Doch diese Leugnung des Babycaust interessierte keinen Staatsanwalt. Wie dreist jüdische Cliquen ihre Macht in aller Öffentlichkeit demonstrieren, zeigt der Fall Jenninger. Dieser Freund des Staates Israel hielt im Jahre 1988 im Bundestag eine Rede, die der anwesende Oberjude Bubis falsch verstanden hatte. Demonstrativ verließ Bubis den Plenarsaal. Wie Zirkustiere auf ein Zeichen ihres Dompteurs reagieren, verließen auch die Abgeordneten nach und nach den Plenarsaal, bis Jenninger seine Rede vor fast leeren Bänken abbrach. Seine politische Laufbahn ist beendet. Das zeigt, wer in Deutschland wirklich regiert. Das trifft auch für die Partei zu, die sich selbst als „Alternative“ bezeichnet. Im Bundestag forderte Gauland am 26.04.2018 anläßlich des 70. Jahrestages der Gründung Israels die Bereitschaft, notfalls zu kämpfen und zu sterben an der Seite Israels (https://www.youtube.com/watch?v=lZoBdExuASs). Wer den Kriegsdienst verweigert hat oder das tun würde, der kann unmöglich diese Kriegshetzerpartei wählen.

Die militärischen Erfolge sollte man nicht mißverstehen. Im Jahre 66 kämpften die Juden gegen die Römer. Die Römer zogen von Jerusalem ab. Aber sie kamen wieder …   „Friedrich der Große“ besiegte 1757 in der Schlacht bei Leuthen mit nur 29 000 Soldaten eine Übermacht von 66 000 Soldaten. Diesen Sieg konnte man sich nur durch den Beistand Gottes erklären. Ein Grenadier stimmte den Coral „Nun danket alle Gott“ an, der schnell zum Hymnus der Erinnerungskultur Preußens wurde. Preußen wurde zur Großmacht. Wie der bereits zitierte Prediger zeigt, wurden der Sieg gegen Frankreich im Jahre 1871 und die Reichsgründung unter Führung Preußens ebenfalls auf den Segen Gottes zurückgeführt. Später schrieb Ernst Modersohn in seiner Selbstbiografie: „Zur rechten Zeit hat Gott uns in Adolf Hitler den Führer gegeben, der unser Volk aus seiner tiefen Erniedrigung herausgeführt hat“.14 Ähnlich wie die heutigen Bewunderer des Staates Israel meinten auch damals viele: Hitler muß ein frommer Mann sein, daß Gott ihm alles gelingen läßt. Und wie später der Staat Israel errang er einen Sieg nach dem anderen gegen eine militärische Übermacht. Aber für das Verlassen der Wege Gottes gibt es keinerlei göttliche Verheißungen. Sowohl „Friedrich der Große“ als auch Bismarck als auch Hitler waren bei aller scheinfrommen Heuchelei skrupellose Raubmörder, die nur das „Recht des Stärkeren“ akzeptierten. Daher ist es kein Wunder, daß der angebliche Segen Gottes nicht von Dauer war. Vom Aufstieg Preußens zur Großmacht bis zum Ende des Deutschen Reiches dauerte es fast zweihundert Jahre. Den Staat Israel gibt es aber erst seit 1948. Jesus sagte vom Tempel, daß kein Stein auf dem anderen bleiben wird. Sollte er die heutige Klagemauer mit gemeint haben, dann wäre Jesu Prophezeiung noch nicht vollständig erfüllt, dann würde die Klagemauer noch zerstört werden. Sollte der Staat Israel einen Krieg gegen die Araber verlieren, dann würden die Sieger den Bauschutt der Klagemauer untersuchen, damit nicht versehentlich doch noch zwei Steine aufeinander bleiben. Weil Rebellion gegen Gott nicht unter dem Segen des Allmächtigen steht, deshalb ist nicht ausgeschlossen, daß dieser Schurkenstaat ebenso zusammenbricht, wie schon viele Schurkenstaaten zusammengebrochen waren, wie es auch dem Staat Israel durch die Assyrer, durch die Babylonier und durch die Römer geschehen war.

6. Götzendienst mit Israel

Doch der heutige Staat Israel unterscheidet sich dadurch von anderen Staaten, daß mit ihm Götzendienst betrieben wird. So hörte ich einen „christlichen“ Prediger verkünden: „Die Endlösung der Menschen waren die Gaskammern in Auschwitz, die Endlösung Gottes aber die Staatsgründung Israels“. Der Gottesknecht, dessen Leiden, Sterben und Auferstehen der Prophet Jesaja im 53. Kapitel beschreibt, ist nach christlichem Verständnis Jesus Christus. Nach dem Verständnis der geistigen Nachkommen der Pharisäer und Schriftgelehrten spreche Jesaja aber vom jüdischen Volk. Diese religiöse Deutung der Naziverbrechen liegt auch in der Vokabel Holocaust. Dieses Wort bedeutet Brandopfer. Wir finden sie in der lateinischen Bibelübersetzung, z. B. bei der Opferung Isaaks (1. Mose 22,2). Durch „Holocaustleugnung“ wird nicht nur die Schutzgelderpressung gefährdet, sondern es werden auch die religiösen Gefühle derer verletzt, die sich selbst in der Rolle des leidenden und sterbenden Gottesknechtes sehen. Und die Grenze dieser pharisäischen Talmudreligion zur Lehre Jesu ist durchaus fließend. So schreibt ein Pfarrer: „Christen … war­ten zusammen mit Israel auf den Messias“.15 Durch diesen Blick auf Christus wird Jesu Erlösungswerk auf Golgatha aus dem Zentrum der Weltgeschichte verdrängt und zu einer Etappe auf dem Weg zu einer wahrhaft neutestamentlichen Heilszeit abgewertet. Doch gefährlich wird es, wenn es nicht beim warten bleibt, sondern wenn man „Israel“, also die Talmudjuden, dabei unterstützt, wenn sie dem Messias voranschreiten. „Schon die Zeiten sich bereiten …“ heißt es in Lied 1152 des Geistlichen Liederschatzes.

Doch was ist, wenn das Land, von dem man meint, daß sich dort die Zeiten auf Jesu Königsherrschaft bereiten, in Gefahr gerät? Da verflüchtigt sich der Glaube, daß der allmächtige Gott fähig oder willens sei, sein angebliche Werk zu schützen; und „Gläubige“ engagieren sich in einer Weise politisch, die eindeutig die Handschrift des Teufels trägt. Im Jahre 1991 waren die „Gläubigen“ in Deutschland vorwiegend gegen den damaligen Krieg gegen den Irak. Doch als sie merkten, daß dieser Krieg etwas mit der Sicherheit Israels zu tun haben könnte, ließ die Kriegsgegnerschaft erheblich nach. Damit Amerika diesen Krieg führen konnte, war aus innenpolitischen Gründen die Lüge von den Frühgeburten, die irakische Soldaten in Kuwait aus ihren Brutkästen entfernt hätten, notwendig. Das ist die Handschrift des Teufels, bei dem nach Jesu Worten Mord und Lüge zusammenhängen. Zur Zeit des Irakkrieges begegnete ich einem amerikanischen Pastor an einem christlichen Infostand. Ich sprach mit ihm auch über den Irakkrieg. Er vertrat die damals gängige Kriegshetze. Kriegshetze und Jesu Heilsbotschaft waren in seiner Person vereinigt wie bei Aarons Goldenem Kalb. Doch das darf nach dem Willen Gottes nicht sein. Die Gläubigen, und einzig und allein die Gläubigen, sollen das Gotteswort weitertragen. Und wenn jemand auch nur ein einziges Pfund hat, dann soll auch er es nicht vergraben. Aber der Teufel soll nicht predigen. Als in Philippi eine Magd mit einem Wahrsagegeist von Paulus und Silas verkündete: „Diese Menschen sind Knechte des allerhöchsten Gottes, die euch den Weg des Heils verkündigen“ (Apg. 16,17f), trieb Paulus den bösen Geist aus, obwohl dieser richtig predigte. Denn der Teufel soll überhaupt nicht predigen, weder richtig noch falsch. Das Ineinander von Jesu Friedensbotschaft und antichristlicher Kriegshetze beschreibt folgendes Gedicht aus der Zeit des Krimkrieges treffend. Dessen Aussage sollten sich die falschen Freunde des Staates Israel zu Herzen nehmen:

Nicht Heiden sieht sie dort im Kampf,
Nicht Etzel’s wilde Bogenspanner,
Hoch aus dem dichten Pulverdampf
Des Schlachtfelds flattern Christenbanner;
Sie sind zum Kampfe aufgehetzt:
Normannen, Gallier und Sarmaten,
Sie tragen Christi Namen jetzt,
Doch heidnisch noch sind ihre Thaten.

Und heidnisch flehn sie hier und dort:
„Herr, hilf die Feinde uns verderben!“
Erhörte Gott das frevle Wort,
Sie müßten elend Alle sterben.
Doch Er, der Seinen Sohn gesandt,
Daß wir vom Sündenschlaf erwachten,
Ist, wie Er Selbst Sich uns bekannt,
Ein Gott der Liebe, nicht der Schlachten!

Ihr mögt von Kriegs- und Heldenruhm
So viel uns, wie Ihr wollt, verkünden,
Nur schweigt von Eurem Christenthum,
Gepredigt aus Kanonenschlünden!
Bedürft Ihr Proben Eures Muths:
So schlagt Euch wie die Heiden weiland,
Vergießt so viel Ihr mögt des Bluts,
Nur redet nicht dabei vom Heiland.

Hoch ehr‘ ich wahres Heldenthum,
Auf Eines aber sollt Ihr achten:
Ein Andres ist des Christen Ruhm,
Ein Andres ist der Ruhm der Schlachten!
Seid was Ihr wollt, nur seid es ganz,
Ein Beispiel nehmt an Gottes Sohne –
Christus trug keinen Lorbeerkranz
Und Cäsar keine Dornenkrone.

Noch gläubig schlägt das Türkenheer
Die Schlacht zum Ruhme seines Allah –
Wir haben keinen Odin mehr,
Todt sind die Götter von Walhalla.
Seid was Ihr wollt, doch ganz und frei,
Auf dieser Seite wie auf jener;
Verhaßt ist mir die Heuchelei
Der kriegerischen Nazarener.

Manch einer würde bestreiten, daß er ein kriegerischer Nazarener sei, da er angeblich einzig und allein Christus predige und nicht Israel. Doch der falsche Israelglaube ist in der Christenheit ebenso Allgemeingut wie der Baalskult zur Zeit Elias. Nur „stumme Hunde, die nicht bellen können“, können diese Tatsache ignorieren. Die „stummen Hunde“ bellen nicht, und sie dürfen nicht bellen. Elia durfte nach dem Willen Ahabs und Isebels nicht gegen Baal predigen. Den Aposteln wurde vom Hohen Rat verboten, im Namen Jesu zu predigen (Apg. 4,18). Pastor Paul Schneider hätte nichts gegen die Naziideologie sagen sollen. Ein landeskirchlicher Pastor hat zum Darwinismus und zu den Wölfen im Schafspelz zu schweigen. Pastor Olaf Latzel hätte nichts gegen den Glauben der Moslems und der Homosexuellen sagen sollen. Wie der Papst in Rom über Lehrfragen entscheidet, so entscheiden Gemeindeleiter, daß die falsche Israellehre nicht thematisiert werden darf. Die Bibellehre sei eindeutig, darüber brauche man nicht sprechen. So argumentiert ein Papst vor allem dann, wenn er sich nicht auf seine Unfehlbarkeit berufen muß, sondern wenn er auch auf eine allgemeine Glaubensauffassung verweisen kann. Doch nach der Lehre Jesu führt der Breite Weg, auf dem die Vielen gehen, ins Verderben; und die Bibel wimmelt von Beispielen, daß sich Mehrheiten geirrt haben. Denn die Vielen, die sich in ihren Irrtümern gegenseitig bestärken, denken nicht in Wahrheitskategorien. Denn sich an der Wahrheit zu orientieren, ist eine christliche Besonderheit. Als Jesus dem Pilatus sagte: „Wer aus der Wahrheit ist, der hört meine Stimme“ (Joh. 18,37), bekam er zur Antwort: „Was ist schon Wahrheit!“ Aufgrund seiner philosophischen Bildung meinte Pilatus zu wissen, daß es keine Wahrheit gäbe. Ahab war ursprünglich dagegen, den Propheten Micha zusätzlich zu den vierhundert falschen Propheten zu befragen. Er beschuldigte ihn nicht, daß er lügen würde, sondern nur, daß er ihm nichts Gutes sage (1. Kön. 22,8). So denkt ein Heide. Die Heiden blieben bei ihrem Götzendienst, obwohl sie die Argumente der Propheten Jesaja und Jeremia nicht entkräften konnten, daß es Schwachsinn ist, solche von Handwerkern angefertigte Gottheiten um Hilfe anzuflehen, die man deshalb tragen muß, weil sie nicht laufen können. Doch ein Heide denkt nicht in Wahrheitskategorien. Deshalb kann er die Tatsache, die er nicht bestreiten kann, und zwar, daß man die Götter deshalb tragen muß, weil sie nicht laufen können, einfach ignorieren. Wie man einen Elektromotor durch Betätigung eines Schalters ausschalten kann, so können Heiden ihren Verstand stilllegen. Und das taten die Heiden in alttestamentlicher Zeit, und das tun sie auch heute ständig. So halten viele (nicht alle) von ihnen Darwins Evolutionslehre für eine Tatsache, obwohl kein Mechanismus bekannt ist, durch den neue Organe entstehen könnten.

Und das heidnische Desinteresse an der Wahrheit dringt in die Gemeinde Jesu ein. Wie bei den heidnischen Gottheiten die Tatsache ignoriert wurde, daß man sie deshalb tragen muß, weil sie nicht laufen können, so ignorieren heute viele „Gläubige“ den kriminellen Beginn und die heutigen kriminellen Machenschaften des Schurkenstaates Israel und lehnen jegliches Gespräch zu diesem Thema ab. Manchmal hört man den pauschalen Vorwurf, die Israelkritik sei Lüge. Gelogen wurde allerdings viel, und zwar über Hitlers Holocaust, der der Gründungsmythos des Staates Israel ist. Und Lügen haben bekanntlich kurze Beine. Deshalb mußte schon manche Lügenbastion geräumt und das Geschichtsbild korrigiert werden. Änderungen der Geschichtsschreibung hatte ich auf Flugblättern registriert und kam deshalb wegen angeblicher Holocaustleugnung einmal für ein Jahr und einmal für sechs Monate ins Gefängnis. Dabei wurde mir von niemandem vorgeworfen, daß ich gelogen hätte, sieht man von Neonazis ab, die mich verleumden, ich würde den „Führer“ verunglimpfen. Dagegen hatte der angebliche oder tatsächliche Auschwitzhäftling Elie Wiesel (1928-2016) das Blaue vom Himmel gelogen. Als noch niemand etwas von Gaskammern wußte, sprach er von brennenden Gräben, in die in Auschwitz die Häftlinge marschierten und in die Säuglinge vom Lastwagen aus geworfen wurden. Lügenbaron Wiesel kam für seine Lügen nicht ins Gefängnis, sondern er erhielt das Bundesverdienstkreuz und den Friedensnobelpreis. Denn die Wahrheit interessiert die Heiden nicht. Denn die Heiden wählen Tatsachen aus, erfinden sie, verschweigen sie oder biegen sie zurecht, wie sie es brauchen. Das war so bei den Gottheiten, die man deshalb tragen mußte, weil sie nicht laufen können. Das ist heute bei denen so, die den Holocaust – zu Deutsch: das Brandopfer – der nach biblischer Lehre auf dem Hügel Golgatha stattfand, in die Gaskammern von Auschwitz verlegen. Und mein Hinweis auf nicht zu widerlegende Tatsachen über entlarvte Lügen in der Geschichtsschreibung, die allerdings nicht jeder kennen soll, schadet den Interessen der falschen Holocaustprediger. Wenn auch „Gläubige“ es mir übelnehmen, daß ich an unumstrittene Lügen erinnere, wenn sie es sogar als Holocaustleugnung werten, dann zeigen sie damit einen mit Aarons Goldenem Kalb vergleich­ba­ren Mischmasch ihres Christentums mit dem zionistischen Heidentum, ihres biblischen Holocaustglaubens vom Hügel Golgatha mit dem antichristlichen Holocaustglauben von Auschwitz. Dann predigen sie ein Christentum aus Kanonenschlünden, die entweder auf den Irak gerichtet sind oder auf ein anderes Ziel, das den Götzen, den Staat Israel, gefährden könnte. Und weil Mord und Lüge ebenso miteinander verschmolzen sind wie Jesu Liebe mit der Wahrheit, deshalb dürfen die entlarvten Lügen derer, die den Holocaust von Golgatha nach Auschwitz verlegen, nicht bekanntgemacht werden. Diesen Glaubensmischmasch beschreibt der Dichter treffend:

„Seid was Ihr wollt, doch ganz und frei,
Auf dieser Seite wie auf jener;
Verhaßt ist mir die Heuchelei
Der kriegerischen Nazarener.“

 

Es ist nicht genug, wenn Kriegshetze unterbleibt und verschiedene Teufelslehren nicht verkündigt werden. Mose hatte gegen das Goldene Kalb und Elia gegen den Baalskult und die Propheten gegen den sonstigen Götzendienst gepredigt. Jesus und die Apostel hatten die Teufelsboten ihrer Zeit heftig angegriffen. Damit schufen sie sich Feinde, und das hatte oft tödliche Folgen. Doch das wissen die „stummen Hunde“ zu vermeiden. Während die einen Teufelslehren ihre verführerische Kraft verlieren, werden andere umso gefährlicher. Manch einer lehnt den offensichtlichen Unglauben wie z. B. Ökumenismus, Bibelkritik und Darwins Evolutionslehre ab, merkt aber nicht, daß er an anderer Stelle das Gotteswort durch Menschenlehre austauscht. Menschenlehre ist z. B., daß sich in der Staatsgründung Israels von 1948 eine göttliche Verheißung erfüllt hätte.

Zur Zeit Jesu gab es zwei Irrwege, den der Sadduzäer und den der Pharisäer. Die Sadduzäer entsprechen den heutigen liberalen bibelkritischen Theologen. Sie leugneten z. B. die Auferstehung der Toten und lebten sündhaft. Dagegen wollten die Pharisäer gesetzestreu sein, und sie predigten den von ihnen erwarteten Christus. Weil sie einen anderen Christus erwarteten als den, den die Propheten verkündigten, konnten sie in Jesus von Nazareth nicht den verheißenen Messias erkennen. Wie die Pharisäer meinten, an den von den Propheten verheißenen Christus zu glauben, so meinen auch die „christlichen“ Bewunderer des Staates Israel, daß sie Christus verkünden. Sie meinen sogar, den Christus in dem Jesus von Nazareth zu erkennen. Aber sie haben einen anderen Jesus, einen Jesus, der zwar auf Golgatha für unsere Sünden gestorben und auferstanden ist, dessen Königsherrschaft aber erst in Zukunft errichtet werden würde. Wie der heutige Staat Israel lediglich Namensgleichheit mit dem biblischen Israel hat, so hat der andere Jesus lediglich Namensgleichheit mit dem Jesus von Nazareth. Weil die Pharisäer an einen anderen Christus glaubten und folglich Jesus von Nazareth verwarfen, deshalb haben sie den Jüngern verboten, im Namen Jesu zu predigen (Apg. 4,18). Wessen Verständnis von Christi Königsherrschaft dem pharisäischen Verständnis ähnlich ist, wer meint, daß „schon die Zeiten sich bereiten“ für Jesu Königsherrschaft in Jerusalem, der will ebenfalls nicht, daß der Unterschied dieses seines anderen Jesus zu dem biblischen schon jetzt regierenden König Jesus Christus von Nazareth aufgezeigt wird.

Febr. 2022, Johannes Lerle, Wulfsdorfer Weg 72, 23560 Lübeck, E-Mail: info@johannes-lerle.net ; Handy 01578-4042875; www.johannes-lerle.net; www.staatseigentum.net; www.kindermordgegner.de

1167.-169. Auflage von 1935, S. 312.

2Am 31. Jan1939, in: Max Domarus [Hrsg.], Hitler. Reden und Proklamationen 1932-1945, Band II, Würzburg 1963, S. 1058-1060.

3Erich van Eyck: Bismarck und das Deutsche Reich, 8. Auflage, München 1990, S. 35.

4zitiert a. a. O., S. 56.

5 a. a. O., S. 152.

6D. Max Frommel: Hauspostille. Epistel-Predigten für das ganze Kirchenjahr, vierte Auflage, S. 502.

7a. a. O., S. 448.

8Näheres in der Broschüre „Die Sünde ist der Leute Verderben“ (Spr. 14, 34). Warum Deutschland pleite geht, veröffentlicht auf http://www.johannes-lerle.net/evangelium-und-zeitgeist/die-suende-ist-der-leute-verderben-spr-14-34-warum-deutschland-pleite-geht/  und veröffentlicht auf http://staatseigentum.net/eigentumsanspruch/die-suende-ist-der-leute-verderben/

9Strafurteil  des Landgerichtes Gießen vom 30.10.2003 und 05.11.2003 mit dem Aktenzeichen 3 Ns 102 Js 20927/01, S. 17.

10 Nichtannahmebeschluß des BVerfG vom 10. Nov. 2008, Az.: 1 BvR 2724/08. Er bezieht sich auf schlimmen schulischen Pornodreck und ist ohne jegliche Begründung und im Unterschied zu anderen Nichtannahmebeschlüssen im Internet nicht abrufbar. Der andere Nichtannahmebeschluß ist vom 21. Juli 2009, Az.: 1 BvR 1358/09. Er wurde begründet und ist im Internet abrufbar.

11 Das christliche Geschwafel von Helmut Kohl gibt ideaSpektrum in folgenden Ausgaben wieder: 44/1996 S. 7; 34/1997 S. 6; 45/1997 S. 6; 15/1998 S. 6; 25/1998 S. 6. Christliches Geschwafel von Frau Merkel finden wir in folgenden Ausgaben von ideaSpektrum: 26/2008 S. 6; 25/2009 S. 6; 34/2009 S. 14. Christliches Geschwafel von Günther Beckstein finden wir in IdeaSpektrum 31/32/2008, S. 6; und 40/2008 S. 6.

12 Johannes Lerle, Das Tausendjährige Reich, Books on Demand, Norderstedt, ISBN 978-374-609-92-86.

13 Schriftsatz der Rechtsanwältin Christine Roth vom 13. März 1998 an die 17. Zivilkammer des Landgerichts Nürnberg-Fürth, S. 8. Zeichen der Anwaltskanzlei: RC/PE-98-00192.

14 zweite Auflage seiner Selbstbiografie Er führet mich auf rechter Straße – Lebenserinnerungen von 1940 auf S. 387.

15 Pfr. Bernd Benicke in der Zeitschrift SALZ und LICHT, Jan.-Juni 1998, S. 5.